Historiker Frank Trentmann:"Die Erinnerungspolitik muss flexibler werden"

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"Bei der Aufarbeitung des Kolonialismus bleibt noch viel zu tun", sagt der Historiker Frank Trentmann. Das Bild zeigt, mit welcher Brutalität die Kolonialherren in Deutsch-Südwestafrika auf den Herero-Aufstand reagierten. (Foto: AFP)

Die Deutschen rühmen sich gerne ihrer Gedenkkultur. Dennoch plädiert Claudia Roth für Reformen. Wie sieht es der Historiker Frank Trentmann, der sich damit seit Langem beschäftigt?

Interview von Lothar Müller

Frank Trentmann, 1965 in Hamburg geboren, ist als junger Mann zum Studium nach Großbritannien gegangen und dann weiter in die USA. Er lehrt Geschichte an der Birkbeck, University of London und an der Universität Helsinki. Im vergangenen Herbst ist sein Buch "Aufbruch des Gewissens. Eine Geschichte der Deutschen von 1942 bis heute", im S.-Fischer-Verlag erschienen. Zurzeit ist er Gastprofessor an der University of Chicago. Zum Gespräch mit der SZ meldet er sich von dort per Zoom.

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