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Deutsche Gegenwartsliteratur:Zauberkistchen und Kometen

Nellja Veremejs Roman "Nach dem Sturm" erzählt von einem brüchigen Familiengefüge und von der zurückgelassenen Herkunftswelt im Osten Europas.

Von Nico Bleutge

Die Stadt liegt auf einer Anhöhe. Wenn die ersten Touristen durch das Tunneltor treten, brennt die Sonne schon vom Himmel. Wie ein Schimmer von Erfüllung locken die schattigen Bäume und die Cafés mit ihren Tischen und Stühlen. Doch die ruhige Oberfläche trügt, darunter gibt es noch eine zweite Welt: "Wie gigantische Wurmlöcher durchziehen die unterirdischen Gänge den Berg, in dessen Tiefen man den unverweslichen Leichnam des örtlichen Heiligen bestaunen kann . . . Wer Glück hat, bekommt auch Einblicke in das Leben der Fledermäuse - die endlosen, noch nicht restlos erkundeten Tunnelgänge des Oros beherbergen die größte Kolonie auf dem Kontinent."

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