Die freudvollste Szene dieses Films kommt ganz am Schluss. Eine Frau ist hingerichtet worden, enthauptet, das Blut spritzt noch. Jemand holt einen Eimer, um es aufzufangen, das Publikum drängelt, streckt Becher in die Höhe, um davon eingegossen zu bekommen. Es beginnt eine Art spontanes Volksfest, jemand spielt Musik, die Kinder tanzen. Das Blut von Gehenkten galt lange als heilsam, als Glück bringend. Und „Des Teufels Bad“ ist kein Film, der sein Auge schamhaft abwendet von den schmerzlichen, den ekelhaften oder auch rundheraus schrecklichen Aspekten des Lebens um 1750 in Oberösterreich bei der armen Landbevölkerung. Im Gegenteil.
„Des Teufels Bad“ im Kino:Letzte Hoffnung Hinrichtung
Lesezeit: 4 Min.
„Des Teufels Bad“ erzählt die Geschichte einer Kindsmörderin im Jahr 1750. Wie kann ein Film so beeindruckend sein – und zugleich so schwer zu ertragen?
„Yellowstone“-Finale:So long, Cowboy
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