FilmNichts ist heiliger als der Erfolg

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Der Starcellist Klemens muss wegen grobschlächtiger Anmachtaktiken aus der großen Klassikwelt zurück ins kleine Island.
Der Starcellist Klemens muss wegen grobschlächtiger Anmachtaktiken aus der großen Klassikwelt zurück ins kleine Island. Mindjazz Pictures

In „Der letzte Takt“ soll ein fieser Star-Cellist ein kleines Ensemble retten. Die isländische Musikerkomödie zeigt mit großem Slapstick, wie schamlos die Welt der Klassik funktioniert.

Von Reinhard Brembeck

Es geht sichtbar um alles. Die Kamera ist ganz nah dran an den Gesichtern der Musikerinnen und Musiker, alle gehen sie aufs Rentenalter zu, Konzentration mischt sich mit Ernst, Wachsamkeit, Aggressivität. Genauso wie in Antonio Vivaldis „Jahreszeiten“, die die Streicher unter Aufbietung aller Leidenschaft spielen. Doch als die Musik endet, brandet aus dem Off nur schütterer Beifall auf, die zurückfahrende Kamera zeigt nach und nach einen nicht allzu neuen, nicht allzu gut gepflegten, um nicht zu sagen: heruntergewirtschafteten Saal, der spärlich besucht ist. Halb voll wäre eine schamlose Übertreibung.

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