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Denkmäler:„Frauenorte“ in NRW würdigen historische weibliche Vorbilder

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Wülfrath/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) hat am Montag in Wülfrath den ersten „Frauenort NRW“ eröffnet. Das Projekt des Frauenrats NRW will bis 2025 insgesamt 50 Orte kennzeichnen, an denen historische Frauenpersönlichkeiten gewürdigt werden. Paul enthüllte als Patin eine Informationstafel über die Müllerin Margarethe Müllemann - genau an dem Haus, wo einst deren Wassermühle stand.

Die jung verwitwete Müllerin war im 17. Jahrhundert gerichtlich gegen einen Freiherrn vorgegangen, um sich gegen den Bau einer zweiten Mühle zu wehren, wie der Frauenrat NRW berichtete. „Sie bekam Recht, dennoch wurde die Mühle gebaut und sie starb verarmt.“ Bis heute sei die Vehemenz, mit der sie für ihr Recht eingetreten sei, aber beispielhaft.

„Unsere Gesellschaft braucht weibliche Vorbilder“, unterstrich Paul. Selbstverständlich seien Frauen ein wichtiger Bestandteil der nordrhein-westfälischen Landesgeschichte. „Wir müssen sie nur noch sichtbarer und erlebbar machen - auch für die Menschen, die sich sonst nicht mit Gleichstellungspolitik beschäftigen.“ Deswegen fördere die Landesregierung das Projekt mit jährlich rund 75.000 Euro. Der Vorstand des Frauenrats NRW hat bereits 17 weitere Frauenorte ausgewählt.

© dpa-infocom, dpa:231022-99-661277/3

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