SachbuchDemokrat mit Lichtschwert

Lesezeit: 5 Min.

„Antifaschismus aus Anstand“ fordern die Demonstranten gegen den Parteitag der AfD in Erfurt.
„Antifaschismus aus Anstand“ fordern die Demonstranten gegen den Parteitag der AfD in Erfurt.
Jens Schlueter/Getty

In seinem Bestseller „Faschismus ist keine Meinung“ gibt Ilko-Sascha Kowalczuk den diskursiven Jedi-Ritter – und beschwört ein moralisch-demokratisches Wir-Gefühl. Über ein gewaltiges Missverständnis.

Von Thomas Steinfeld

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Der Satz, mit dem dieses Buch beginnt, ist fragwürdiger, als man es sich wünschen würde: „Ich glaube, dass immer mehr Menschen in Deutschland begreifen, dass wir unsere Freiheit, unsere Demokratie, unsere Rechtsstaatlichkeit nicht den Faschisten und/oder Kremltreuen ausliefern dürfen.“ Auf den ersten Blick dürften dieser Aussage all jene zustimmen, die sich im weitesten Sinn als liberale Demokraten begreifen. Auf den zweiten Blick wird es leider komplizierter.

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Warum kommt kein Verbotsverfahren zustande gegen diese „in Teilen gesichert rechtsextreme“ Partei? Und: Was soll „in Teilen“ überhaupt bedeuten, wenn das Spitzenpersonal selbst seine extremsten Protagonisten verteidigt? Drängende Fragen im Sommer 2026.

SZ PlusGastbeitrag von Norbert Frei

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