RechtsruckDie Faschismus-Debatte ist leider keine linke Nebelkerze

Lesezeit: 6 Min.

„Querdenker“-Demo im November 2021 in Leipzig.
„Querdenker“-Demo im November 2021 in Leipzig. Stringer/AFP

Kann man die gegenwärtige Verrohung und die Ausgrenzungsfantasien immer noch bloß „Rechtspopulismus“ nennen? Nur, wenn man ignoriert, was die Forschung längst weiß.

Gastbeitrag von Stephan Lessenich und Sven Reichardt

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Es wird wieder viel über Faschismus gesprochen. In der wissenschaftlichen Debatte ist der Begriff in den USA fester etabliert als hierzulande. In der deutschen Diskussion dominiert, jenseits von aufgebrachten Demosprüchen und Social-Media-Grabenkämpfen, eher noch die Frageform: Erleben wir den Aufstieg eines neuen Faschismus? Sollte man den Begriff heute zeitdiagnostisch verwenden? Was nützt das? Und wem?

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