David Van Reybrouck rollt auf einem alten Mountainbike in den Hof. Er entschuldigt sich für die 30 Sekunden Verspätung. Und die verspritzten Schuhe, sorry! Er federt die Treppen hinauf zu seinem Büro, macht Tee in einer Emaillekanne, schiebt die Flohmarktsessel zurecht, räumt den Tisch frei, alles gleichzeitig. So freundlich, so viel Energie. Am Nachmittag, sagt er, beginnt er mit seinem neuen Buch.
Porträt von David Van ReybrouckMit eigenen Augen
Lesezeit: 7 Min.

Niemand schreibt über den Kolonialismus wie David Van Reybrouck. Jetzt erhält er den Geschwister-Scholl-Preis. Ein Besuch in Brüssel.
Von Jörg Häntzschel
