Wer das große, völlig unverdiente Glück hatte, den Musiker David Gilmour 2024 im Circus Maximus in Rom zu sehen und zu hören (an sechs Abenden waren mehr als 100 000 Menschen da, und ja, einige von ihnen hatten es vermutlich doch verdient), erlebte nicht nur eine Show, die alle sensorischen Dimensionen dessen sprengte, was sich gewöhnlich mit Schlangen an den Garderoben und Radler in Bechern als sogenanntes Konzert tarnt. Nein, zusätzlich war dort ein besonderer, rätselhafter Dialog zu spüren, zwischen der Musik und der Umgebung. Dem Luftdruck des Abends, den angestrahlten Kunstwolken und den Steinkulissen, die man sah, wenn man sich auf dem Platz einmal drehte: den Ruinen auf dem Palatinhügel, der Basilika Santi Andrea e Gregorio, dem Moletta-Turm und so weiter.
„Pink Floyd“-Gitarrist David GilmourMach’s noch einmal, bitte
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Der große Musiker David Gilmour wird 80. Perfekter Zeitpunkt, um festzustellen: Es täte der Welt gut, wenn es bald wieder neue Musik von ihm geben würde. Eine Verneigung.
Von Joachim Hentschel

Pop:Wie ersetzt man einen Unersetzlichen? Mit dieser Frau
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