David Bowie "Er hat allen gegeben, was sie wollten"

David Bowie bei einem Konzert 1978 in London. Die mittleren Siebzigerjahre bezeichnete Bowie später selbst als die finsterste Phase seines Lebens.

(Foto: Getty Images)

Der Vorwurf, David Bowie sei Sexist und Faschisten-Verehrer gewesen, greift zu kurz: Eine neue Biografie zeigt einen Künstler, der unter ausgeprägter Gefallsucht litt und abhängig von der Meinung anderer war wie von Kokain.

Von Torsten Groß

Ein szenischer Einstieg in diesen Text wäre schon die erste Lüge, weil damit die Behauptung einherginge: Das war typisch für ihn, diese Szene erklärt, was für ein Typ er war. Dabei geht es doch, wenn überhaupt, um die Vielzahl der Möglichkeiten. "David Bowie is" hieß vor einigen Jahren eine Wanderausstellung mit Exponaten aus Leben und Karriere des ewigen Pop-Enigmas. Das fehlende Wort suggerierte natürlich: Bowie konnte alles sein. Und nichts.

Diesen Eindruck untermauert auch ein Bowie-Buch, das nun in ...

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