DebatteKomm, lass uns crash out gehen

Lesezeit: 5 Min.

Felix Hunger

Der völlige Zusammenbruch hat es in die Sprache junger Menschen geschafft. Warum das mehr ist als eine ironische Antwort auf die Weltuntergangsstimmung – und was es generell über die emotionale Verfasstheit im Jahr 2026 erzählt.

Essay von Aurelie von Blazekovic

Eine Augenklinik in München wirbt seit Jahren mit dem Spruch: Heute schon gelächelt? Selbst wer ein sonniges Gemüt hat, kann sich von dieser passiv-aggressiven Aufforderung (Heute schon die Zähne geputzt? Heute schon mal Danke gesagt?) beleidigt fühlen. Sie erreicht ihre Adressaten ja nicht nur bei bester Laune, sondern auch an einem grautrüben Februarmorgen im Stau, nach einer bedrohlichen Nachricht beim Arzt oder auf dem Weg zu einer Beerdigung. Das nur, um festzuhalten: Jede Stimmung hat ihre Zeit, das Leben ist manchmal leicht und manchmal schwer, und niemand sollte sich genötigt fühlen, heute schon gelächelt zu haben.

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Roman über Alkoholismus
:2,3 Promille, zwanzig Jahre lang

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