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Philosophie der Pandemie:Planet der Sorgen

Coronavirus

Illustration: Stefan Dimitrov

Philosophen beschäftigen sich schon lange mit dem Begriff der Sorge. In ihren Überlegungen findet man vieles, was die Menschen auch in der Corona-Krise umtreibt.

Von Thomas Steinfeld

Wenn es ein Ende der Geschichte gäbe, wäre es von anderer Gestalt, als es seine Theoretiker je vorhersagten. Die Straßen lägen still, die Säle verwaist, und alle Gelegenheiten zur Parteinahme hätten sich in Luft aufgelöst. Anstatt auf die Barrikaden zu gehen oder flammende Reden zu halten, säßen die Menschen zu Hause. Manchmal träten sie ans Fenster, um Ausschau zu halten nach den Wolken des Unheils, in der Hoffnung, dass es sich mit diesen Wolken wie mit einem Gewitter verhielte, das irgendwann vorüberzieht. Zugleich aber wissen sie, dass diese Hoffnung trügt, bis auf Weiteres jedenfalls. Und so kehren sie zum Sofa zurück, das Gemüt verschattet und den Blick auf die Vorräte gerichtet. Wenn es ein Ende der Geschichte gäbe, so folgte ihr die Geschichte der Sorge.

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