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Corona-Politik:Eine Frage der Berührung

"Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", sprach Kurz als er Österreichern die Ausgangssperre bis mindestens zum Nikolaustag verkündete.

(Foto: Stefan Dimitrov)

Auch wenn Merkel, Söder und Kurz es mitunter so klingen lassen: Nein, es ist nicht jeder soziale Kontakt einer zu viel. Über die teils verheerende Sprache der Politik in der Pandemie.

Von Kurt Kister

"Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut." Das sagte Angela Merkel dieser Tage als Begründung dafür, dass man wegen der Seuche das Menschsein noch etwas mehr einschränken solle als bisher. Wer jetzt glaubt, es folge ein Plädoyer gegen die Limitierungen des individuellen oder gesellschaftlichen Lebens, irrt. Maskentragen, Abstandhalten und eine im Sinne des Wortes asoziale Auswahl der Begegnungen mit anderen Menschen sind derzeit leider nötig. Corona ist keine Grippe, und ihre Übertragungswege sind ebenso vielfältig wie ihre Symptomatik. Die einen merken nichts, die anderen sterben. Unter denen, die, so oder so, nichts merken, sind nicht wenige, die Corona eben doch für die Grippe halten.

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