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Proteste gegen Anti-Corona-Maßnahmen:Triumph der Frechheit

Demonstration gegen Corona-Einschränkungen

Corona-Demo in Berlin: Der Mund-Nasenschutz wird massenhaft und triumphierend verweigert.

(Foto: dpa)

Der Staat findet keine angemessene Antwort auf die Dreistigkeit der "Querdenker". Das ist fatal.

Kommentar von Gustav Seibt

Am Sonntag twitterte die Berliner Polizei an demonstrierende Kritiker der Corona-Maßnahmen: "Auch wenn sich der Protest gegen die geltenden #covid19 Bestimmungen richtet, sind diese dennoch einzuhalten - unsere Kolleg. werden weiterhin darauf achten und die Einhaltung mit Nachdruck einfordern." Nun war bisher der Nachdruck der Ordnungskräfte auf den "Querdenker"-Versammlungen in deutschen Städten überschaubar: Abgesehen von Rangeleien mit Einzelnen bestand die härteste Maßnahme in einer weichen Regendusche aus einem Wasserwerfer, am vergangenen Mittwoch nämlich im Berliner Regierungsviertel. Damit wurde auch Rücksicht auf Alte und Kinder genommen, die die "Querdenker" an die Außenseiten ihrer Versammlungen gestellt hatten, als menschliche Schutzschilde. Gewiss denkt jeder Polizeistratege an die Verletzungen, die 2010 von Wasserwerfern bei der Räumung des Stuttgarter Schlossgartens nach "Stuttgart 21"-Protesten verursacht wurden. Die Räumung überfüllter Plätze kann hässliche Bilder erzeugen.

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