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Großartige Coolness: Corinna Harfouch als Immobilienmaklerin Hope in „Spirit and the Dust“.
Großartige Coolness: Corinna Harfouch als Immobilienmaklerin Hope in „Spirit and the Dust“. Eike Walkenhorst

Die Uraufführung von Noah Haidles „Spirit and the Dust“ am Deutschen Theater Berlin tut sich schwer, dem schwachen Stück Leben einzuhauchen – aber zum Glück gibt’s ja noch das tolle Ensemble um Corinna Harfouch.

Von Peter Laudenbach

Wie viele Schicksalsschläge passen in zwei Theaterstunden mit sechs Figuren aus der Mittelschicht? Jede Menge, lautet die Antwort des amerikanischen Dramatikers Noah Haidle in seinem neuen Stück „Spirit and the Dust“. Weil sich seine schön übersichtlich konstruierten Stücke im deutschen Theaterbetrieb einiger Beliebtheit erfreuen, vielleicht auch, weil die Haidle-Nachfrage am US-Theatermarkt etwas schwächelt, kam die Uraufführung jetzt am Deutschen Theater Berlin heraus. Nach eigenen Angaben hat der 46-jährige Haidle bisher mehr als 75 Stücke geschrieben. Offenbar stößt seine kleine Plot-Fabrik die Dialoge und Figurenkonstellation schneller aus, als ein Algorithmus braucht, um Drehbücher für Netflix-Serien für das statistisch wahrscheinliche Publikumsinteresse zu optimieren.

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