Graphic NovelDie Wunde bricht auf

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Wer sich weigert zu schießen, wird selbst erschossen: Mehrere Seiten widmet der Comic einem Erschießungskommando, ein „Neuling“ ist am unsicheren Blick durch die Gläser seiner Nickelbrille zu erkennen.
Wer sich weigert zu schießen, wird selbst erschossen: Mehrere Seiten widmet der Comic einem Erschießungskommando, ein „Neuling“ ist am unsicheren Blick durch die Gläser seiner Nickelbrille zu erkennen. (Foto: Paco Roca / Reprodukt.)

Spanien hat lange versucht, die Gräuel der Franco-Diktatur zu verdrängen. Die Graphic Novel „Der Abgrund des Vergessens“ von Paco Roca und Rodrigo Terrasa beleuchtet das Schicksal der Verschwundenen – ein historisch präzises Mammutprojekt.

Von Patrick Illinger

Diese Augen. Eigentlich sind sie nur Punkte, umrahmt von den Rundungen einer Nickelbrille. Aber alles spricht aus diesen Augen: Unsicherheit, Ungläubigkeit, Angst. Die Angst eines Menschen, der einen anderen erschießen soll. Jemanden, den man nicht töten will, denn man kennt sich, man war befreundet. Doch wer sich weigert zu schießen, wird selbst erschossen, so hat es der Kommandant befohlen.

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