Claudia Andujar in den Deichtorhallen:Der Chor des Dschungels

Claudia Andujar in den Deichtorhallen: "Opiq+theri, Perimetral norte", from the Yanomami Dreams series (2002).

"Opiq+theri, Perimetral norte", from the Yanomami Dreams series (2002).

(Foto: Claudia Andujar/Galeria Vermelho, São Paulo)

Porträts eines Volks, das ums Überleben kämpft: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen Claudia Andujars Bilder von den Yanomami.

Von Till Briegleb

In dem Konflikt um das Territorium der Yanomami im Amazonas-Regenwald treffen zwei Einstellungen aufeinander, die exemplarisch sind für die anstehenden Richtungsentscheidungen der Menschheit: die Gier und die Genügsamkeit. In die Dschungelheimat des kleinen Volkes von rund 38 000 Menschen, die so leben wollen, wie sie immer lebten, dringen seit Jahrzehnten Goldsucher und andere Geschäftemacher auf der Suche nach schnellem Reichtum ein. Sie zerstören den Wald, verseuchen die Flüsse und bringen Epidemien mit, an denen die Yanomami sterben, weil ihr Immunsystem sie nicht kennt.

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