Christo im Interview "Es geht nie etwas glatt"

"Ich habe immer noch großen Spaß daran, mit neuen Leuten zu tun zu haben, neue Sachen zu entdecken": Seit dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude arbeitet Christo alleine.

(Foto: Mauritius Images)

Jedes neue Projekt ist ein Kampf. Na und? Der 83-jährige Verhüllungskünstler Christo über die Kunst, Widerstände und Angst zu überwinden.

Interview von Johanna Adorján

Eine Entourage professionell aussehender junger Menschen begleitet Christo in das Berliner Hotelzimmer, in dem das Interview stattfindet. Es ist zehn Uhr. Der 83-jährige Künstler hat bereits eine rohe Knoblauchzehe gegessen, wie jeden Morgen. Aber: Man riecht nichts.

SZ: Ihre Kunst ist, wie Sie selbst oft sagen, vollkommen sinnlos. Braucht kein Mensch. Es gibt sie nur, weil Sie sie in der Welt sehen wollen und Himmel und Hölle dafür in Bewegung setzen, dass das geschieht.

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