Georg-Büchner-PreisDie Schatzgräberin der deutschen Literatur

Lesezeit: 4 Min.

Christine Wunnicke, hier auf dem Tempelhofer Feld, 1966 geboren, lebt in München und Berlin.
Christine Wunnicke, hier auf dem Tempelhofer Feld, 1966 geboren, lebt in München und Berlin. Gene Glover

Ihre schmalen, komischen historischen Romane galten die längste Zeit als Geheimtipp: Jetzt bekommt Christine Wunnicke den Georg-Büchner-Preis. Eine Entscheidung für ein wundersam unegomanisches Erzählen.

Von Marie Schmidt

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Nicht in einer Buchhandlung, nicht von einem Agenten, nicht auf Instagram hat man zum ersten Mal von ihr gehört, sondern nachts an der Bar in München: Dass mit dem Literaturbetrieb etwas nicht stimme, sagte der im Zapfen und Schreiben erfahrene Mensch hinterm Tresen, beweise doch schon, dass es hier mitten unter uns diese Schriftstellerin gebe, die seit 20 Jahren präzise, schmale, wunderbar recherchierte Romane schreibe, aber niemand nehme sie wahr.

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