Mit Klassik gegen den Krieg:Nur die Tuba bleibt unbesetzt

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Der junge weißrussische Dirigent Vitali Alekseenok, hier 2021 am Potsdamer Platz in Berlin vor einem Stück Mauer in belarussischen Farben, ist auch Autor und politischer Aktivist. Er lebt in Deutschland. (Foto: Reto Klar/IMAGO/Funke)

Trotz der andauernden Bombardierungen in Charkiw gibt der Dirigent Vitali Alekseenok ein Konzert mit 50 Musikern - im Keller der Oper. Ein Interview.

Von Tomas Avenarius

Der Dirigent Vitali Alekseenok trotzt mit klassischer Musik dem Krieg. Ungeachtet der andauernden Bombardierungen ermöglicht der künstlerische Leiter des Charkiw Musikfestes (Kharkiv Music Fest), eines schon vor dem Krieg alljährlich stattfindenden Klassikfestivals, Konzerte in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Alekseenok, 1991 geboren in Belarus, lebt seit zehn Jahren in Deutschland. 2021 gewann er den Arturo-Tosca­nini-Diri­gen­ten­wett­be­werb im italienischen Parma. Seit 2022/23 ist er als Kapell­meister an der Deut­schen Oper am Rhein in Düsseldorf tätig, wo er in der kommenden Saison den Posten des Chefdirigenten übernimmt. Das Gespräch fand im Keller des Opernhauses von Charkiw statt, kurz vor dem Konzert.

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