César Rendueles: "Gegen Chancengleichheit. Ein egalitarisches Pamphlet":Parodie der Demokratie

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César Rendueles: "Gegen Chancengleichheit. Ein egalitarisches Pamphlet": Ist krasse Ungleichheit bloß eine Störung in einem ansonsten einwandfreien System - oder liegt das Problem tiefer? Protestplakat vor dem Hotel Orania in Berlin im Sommer 2017 in Berlin.

Ist krasse Ungleichheit bloß eine Störung in einem ansonsten einwandfreien System - oder liegt das Problem tiefer? Protestplakat vor dem Hotel Orania in Berlin im Sommer 2017 in Berlin.

(Foto: Sophia Kembowski/dpa)

César Rendueles schreibt gegen das Vergessen der materiellen Ungleichheit an - und erklärt, warum Chancengleichheit keine gute Antwort ist.

Von Julia Werthmann

Angenehm wärmend klingt in diesen kalten Zeiten die hegelianische Erzählung, dass die Geschichte, bewohnt von einem Weltgeist, sich von selbst in Richtung Freiheit entwickelt. Also einfach geduldig zurücklehnen, und alles wird gut? Bitte nicht, meint der spanische Soziologe César Rendueles. Zwar stimme es, dass Demokratien seit der französischen Revolution zunehmend inklusiver würden. Doch das ist nicht Ergebnis eines Weltgeists, sondern Errungenschaft politischer Kämpfe der Sterblichen. Wo nicht gekämpft werde, da passiere nichts.

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