DebatteSie nennen ihn „Tschem“

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Cem Özdemir, damals noch innenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wirbt 1999 für die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft.
Cem Özdemir, damals noch innenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wirbt 1999 für die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft. Katja Lenz/picture-alliance / dpa

Cem Özdemir gewinnt Wahlen in einem Land, in dem ihn die einen als zu türkisch und andere als zu wenig türkisch ansehen. Warum Zuwanderungsgeschichte noch immer eine Projektionsfläche ist – für Integrationshoffnungen, Verlustängste, Selbsthass und Stolz.

Gastbeitrag von Güner Balcı

Dinosaurier brauchten Abertausende Jahre, bis sie sich an gravierende Veränderungen ihres Lebensraums angepasst hatten. Erst dann begriff der gewöhnliche Archosaurier, dass Tyrannosaurus und Blütenpflanzen zu seinem Umfeld gehörten – heute würde man wohl sagen: zum Stadtbild. Wer sich die aktuelle Debatte um Cem Özdemir anschaut, könnte meinen: Auch manche Bewohner dieser Republik haben evolutionär die Ausfahrt bei der Kreidezeit übersehen.

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Debatte
:Da bleibt was kleben

Eine „Schmutzkampagne“ der Grünen, klagt die CDU, habe Manuel Hagel in Baden-Württemberg den Sieg gekostet. Aber hat sich der Mann nicht eher sauber selbst geschadet? Über die Kunst des Dreckwerfens in der politischen Arena.

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

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