Menschen wie der 25-jährigen Cecilia Shen gehört womöglich die Zukunft der Filmindustrie. Sie wuchs in Kanada auf, arbeitete für die Forschungsabteilung von Google und machte sich dann, mit Anfang zwanzig, selbständig. Ihre Firma Utopai Studios bietet eine Software an, mit dem sich Filmaufnahmen per KI verändern oder auch vollständig aus dem Nichts erzeugen lassen. Das Unternehmen produziert auch selbst, bei einem der angekündigten Projekte, „Half Moon“, arbeitet es zusammen mit einer koreanischen und einer deutschen Firma. Fertig ist noch keins davon, das KI-Tool von Utopai ist außerdem erst seit März am Markt – trotzdem wurde das Unternehmen bereits mit einer Milliarde US-Dollar bewertet. Darin spiegeln sich die Hoffnungen von Geldgebern, dass sich mit künstlicher Intelligenz aus der kriselnden Filmbranche noch sehr viel Geld herausholen lassen könnte, weil ganze Gewerke womöglich kaum noch gebraucht werden – und Computer das Filmhandwerk übernehmen. Shen versucht derzeit, wo es nur geht, Befürchtungen zu zerstreuen.
Film und KI„Deutschland ist weit vorn mit dabei“
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Cecilia Shen will mit ihrem Milliarden-Start-up Utopai Filme und Serien per KI erzeugen. Chancen sieht sie besonders auf dem deutschen Markt – wo die öffentlich-rechtlichen Sender unter Spardruck stehen. Ein Gespräch.
Interview von Philipp Bovermann
