SachbuchWurde die Literatur der DDR ausgelöscht?

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Ostdeutsch und trotzdem nicht verschwunden: die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck.
Ostdeutsch und trotzdem nicht verschwunden: die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck. IMAGO/Basso Cannarsa/IMAGO/opale.photo

Ostdeutsche Literatur sei nach dem Mauerfall systematisch aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt worden, schreibt der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel. Aber kann das stimmen?

Von Lothar Müller

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Am Beginn der Biografie, die der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel 2023 unter dem Titel „Ich bin so gierig nach Leben“ der Schriftstellerin Brigitte Reimann gewidmet hat, stand der reich bestückte Bücherschrank seiner Großmutter. Der Enkel, 1955 in Güstrow geboren, konnte darin auch Reimanns Erzählungen „Ankunft im Alltag“ (1961) und „Die Geschwister“ (1963) finden. Reimann, die 1973, noch nicht vierzig Jahre alt, an einer Krebserkrankung starb, fand postum mit dem unvollendet gebliebenen Roman „Franziska Linkerhand“ in der DDR wie in der Bundesrepublik ein großes Publikum.

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