Kunst- und Meinungsfreiheit:Rettet die Kultur vor dem Staat

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Dauerbaustelle Kunstfreiheit: Wandgemälde in der Prinzessinnenstraße in Kreuzberg (Foto: Annette Riedl/picture alliance/dpa)

Eine Anmerkung des Hamburger Kultursenators zum abenteuerlichen Vorschlag der Berliner Justizsenatorin, Fördergelder an die Verfassungstreue von Künstlerinnen und Künstlern zu koppeln.

Gastbeitrag von Carsten Brosda

Vor einigen Tagen hat die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg in einem Interview mit dieser Zeitung vorgeschlagen, künftig den Verfassungsschutz zu befassen, um die Förderfähigkeit von Künstlerinnen und Künstlern zu klären. Mit dieser Idee reagiert sie auf den zuvor gescheiterten Berliner Versuch, Förderungen an Bekenntnisse zu Diversität und gegen Antisemitismus zu koppeln. Tauglich ist auch der neuerliche Anlauf nicht. Er bedroht vielmehr jene Zusammenhänge, die er zu schützen vorgibt. Es ist höchste Zeit, daran zu erinnern, dass die Freiheit der Kunst keine Gefahr für eine freie Gesellschaft darstellt. Sie ist vielmehr eines ihrer Wesensmerkmale. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen.

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