Uraufführung „spinne“ an der Berliner Schaubühne :Mein Freund, der AfD-Wähler

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Was kommt da bloß auf uns zu? Caroline Peters im Kampf mit der titelgebenden Spinne in ihrem Berliner Schaubühnen-Solo. (Foto: Gianmarco Bresadola)

Caroline Peters verteidigt in einem Monolog an der Berliner Schaubühne die Demokratie gegen Reiche, die nach rechts abdriften. Sie ist stark – das Stück weniger.

Von Sonja Zekri

Horst Stern hätte das nicht gefallen, er hätte die Verunglimpfung eines interessanten und nützlichen Tieres kritisiert, immerhin trug eine seiner berühmtesten Tierdokus den Titel „Spinnen – Leben am seidenen Faden“. In Maja Zades Stück „spinne“ aber, das nun in der Berliner Schaubühne uraufgeführt wurde, steht trotz der Kleinschreibung jedes einzelne haarige Bein für Ekel und Verhängnis, zumindest für Julia, die einzige Figur des Stücks. „spinne“ ist ein Monolog, und würde er von einer weniger nuancierten, weniger kraftvollen, auch: weniger humorbegabten Schauspielerin als Caroline Peters gesprochen, würde er schlicht verläppern.

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