Carnac ist ziemlich weltberühmt, aber muss es noch weltberühmter werden? Rund um die kleine Stadt in der Bretagne, zwischen dem Golf von Morbihan und der Bucht von Quiberon gelegen, viertausend Einwohner, stehen seit dem Neolithikum dreitausend große, aufgerichtete Steine herum, Megalithen also, die die Menschen magnetisch anziehen. Manche sind so angelegt, dass sie einen Kreis oder eine Reihe formen, andere stehen frei da. Warum genau, weiß niemand, die Jungsteinzeit ist ja auch schon lange her. Und so ranken sich Legenden um die Menhire, wie die Bretonen sie nennen. Esoteriker finden, es lebe eine besondere Kraft in den Steinen. Im Ungefähren liegt nun mal ein ganz eigener Zauber.
ÜbertourismusGeld und Gäste? Non, merci
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Die Menhire sind Carnacs ganzer Stolz – und Weltkulturerbe. Warum stoppen die Bewohner des Dorfes in der Bretagne dann ein Museumsprojekt, das die alten Steine gebührend inszeniert hätte?
Von Oliver Meiler
