Salzburger FestspieleSo fein hat man „Carmen“ noch nie gehört

Lesezeit: 4 Min.

Hervorragende Besetzung: Jonathan Tetelman als Don José und Asmik Grigorian als Carmen.
Hervorragende Besetzung: Jonathan Tetelman als Don José und Asmik Grigorian als Carmen.
Barbara Gindl/dpa

Die Musik glänzt frisch, Asmik Grigorian ist ein Geschenk für die Titelfigur: Georges Bizets Opernklassiker lässt die Salzburger Festspiele mit einer außergewöhnlichen Fassung staunen.

Von Egbert Tholl

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Schon bevor sich der Vorhang im Großen Festspielhaus öffnet, ist alles anders. So fein, so erfüllt von lichter Poesie, silbrig glänzend und doch mit einem klaren rhythmischen Unterbau ausgestattet hat man die Ouvertüre von Georges Bizets „Carmen“ noch nie gehört. Zunächst ist man sehr gewillt, dieses Erlebnis dem Dirigenten Teodor Currentzis und seinem Utopia Orchestra zuzuschreiben – tatsächlich werden beide an diesem Abend auch sehr umjubelt. Dann gelangt man aber zu der Erkenntnis, dass, ohne die Leistung der Musikanten schmälern zu wollen, der Grund für dieses herrliche Klangerlebnis auch noch woanders liegt. In der Fassung.

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