Wäre man ein böser Mensch, könnte man behaupten: Cannes hat dieses Jahr ein astreines Berlinale-Programm abgeliefert. So unkte es der ein oder andere Festivalbesucher in den vergangenen zwölf Tagen, und gemeint war das natürlich als größtmögliche Beleidigung. Denn der Filmwettbewerb an der Croisette und der am Potsdamer Platz verhalten sich in der Regel zueinander wie ein frisch perlender Champagner und ein abgestandenes Pils.
Filmfestspiele CannesDer Siegerfilm ist eine Zumutung – im besten Sinne
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Das Drama „Fjord“ über eine tiefreligiöse Familie, der das Jugendamt die Kinder wegnimmt, gewinnt in Cannes die Goldene Palme. Sandra Hüller geht leer aus – aber eine andere Deutsche räumt ab.
Von David Steinitz
