Cannes Ein Mann, zwei Frauen und zu viel Wein

Das 70. Festival von Cannes eröffnet mit französischem Klischeekino, das sich selbst infrage stellt: "Les fantômes d'Ismaël".

Von Tobias Kniebe

Marion Cotillard tanzt im Eröffnungsfilm "Les fantômes d'Ismaël".

(Foto: Festival)

Zunächst kann man nicht genau sagen, woher die Zweifel eigentlich kommen. Das Festival von Cannes eröffnet mit einem wirklich französischen Film. Das sollte ja wohl erlaubt sein. Also kein von vorneherein absurdes Machwerk à la "Grace of Monaco", wo Nicole Kidman und ein lichtdurchflutetes Setting an der Côte d'Azur als Versprechen ausreichten, um einen echten Haufen merde in der Eröffnungsgala zu platzieren.

Nein, Arnaud Desplechin ist ein genuin französischer Autorenfilmer, der gern autobiografische Geschichten erzählt. Besonders gut ist er, wenn ...