... so muss man erkennen, dass der Film, für den sie ausgezeichnet wurde, "Melancholia" heißt, von Depression und Weltuntergang handelt und zudem aus der Regie des Dänen Lars von Trier stammt, der ebenfalls bisweilen von Depressionen heimgesucht wird und auf dem Festival Ende der Woche jene schlechte Stimmung auch spazieren führte. Nicht nur auf der Faust und für die Kameras, sondern auch gegenüber den manchmal lästigen Journalisten auf der Pressekonferenz nach der Filmpremiere, was in dem sarkastischen Satz mündete: "Okay, ich bin ein Nazi." Das Festival hatte seinen Skandal, der Regisseur wurde von allen weiteren Veranstaltungen ausgeschlossen - und seine Hauptdarstellerin nun trotzdem per Palme geehrt. Das muss nun wirklich ein guter Film sein. Gute Laune ...

Bild: AFP 23. Mai 2011, 16:142011-05-23 16:14:45 © sueddeutsche.de/rus