KunstReifes Alter unter Palmen

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Kleinbronzen von Claudel und Hoetger, zeittypisch zwischen marmorweißer Salonkunst und jeder Menge Grünpflanzen. Im Hintergrund Claudels Großskulptur „L’âge mur“.
Kleinbronzen von Claudel und Hoetger, zeittypisch zwischen marmorweißer Salonkunst und jeder Menge Grünpflanzen. Im Hintergrund Claudels Großskulptur „L’âge mur“. David von Becker; Nationalgalerie Berlin

Dreieck des Impressionismus: Camille Claudel liebte Auguste Rodin und litt an ihm. Der Deutsche Bernhard Hoetger imitierte ihn. Die Alte Nationalgalerie zeigt nun, wie beide sich auf ihre Weise von ihm emanzipierten.

Von Peter Richter

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Ende 1905 standen zwei Namen auf dem Ausstellungsplakat der Pariser Galerie Eugene Blot, die auf den ersten Blick denkbar wenig miteinander zu tun hatten: Exposition d’Œuvres de Camille Claudel et de Bernard Hoetger. Camille Claudel war damals 41, also fast selbst so alt wie einst Auguste Rodin, als der die 24 Jahre jüngere Claudel als Schülerin annahm und schließlich die berühmt gewordene, konfliktive Liebesbeziehung mit ihr einging, die zum Zeitpunkt der Ausstellung allerdings längst beendet war. Das Jahr 1905 gilt vielmehr als der Moment, in dem die psychischen Leiden Claudels manifest wurden, derentwegen sie auf Druck ihrer Familie acht Jahre später in eine der psychiatrischen Einrichtungen zog, in denen sie den Rest ihres Lebens verbringen würde.

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