Für Netflix sollte es das Event des Jahres werden: Kürzlich erklomm der Kletterer Alex Honnold den Wolkenkratzer Taipeh 101, ohne Seil und Sicherung, dafür übertragen in die ganze Welt. Mehr als sechs Millionen Menschen verfolgten laut dem Streaminganbieter live oder nachträglich seinen Aufstieg, vermutlich getrieben von einer Mischung aus Ehrfurcht vor der sportlichen Höchstleistung und der morbiden Neugier: Was, wenn er fällt? Er fiel nicht. Aber die ganze Zeit war da diese Anspannung, dieses Kribbeln. Jeder Griff zählte, jeder Moment der Unachtsamkeit hätte fatale Folgen haben können. Wer die Tragödie um Biathletin Laura Dahlmeier verfolgt hat, wird sich dessen nur allzu bewusst sein.
Kletter-VideospielJede Felswand ein Rätsel
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In „Cairn“ erklimmt man einen geheimnisvollen Berg, ganz allein. Das ist anstrengend, nervenaufreibend und nicht nur für Kletterfans eine fantastische Erfahrung.
Von Marie Gundlach
