Eine Gitarre spielt immer denselben Mollakkord, im Hintergrund ein leises Rauschen. „Can I have you all for me?“, bettelt ein Mann unablässig, nur manchmal doppelt ihn eine ironisch verzerrte Chipmunkstimme. Dann setzt das Schlagzeug ein, die Szene ändert sich schlagartig. Die Bassdrum klingt wie die Explosion einer Autobombe, die jemand auf Kassette aufgenommen hat, um sie rückwärts wieder abzuspielen. Man hört panische Schreie, im Lärm geht alles unter, die Musik droht zu verschwimmen.
RapSchreien, abdrehen und im Schmerz zerfließen
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Auf „My Ghosts Go Ghost“ verarbeitet das experimentelle Hip-Hop-Duo „By Storm“ seine Trauer um ein totes Bandmitglied. Das klingt nach Apokalypse – und schafft Hoffnung.
Von Luca Viglahn
