Man lernt ja selten fundamental neue Dinge über das Theater, aber an diesem Abend in Recklinghausen gleich zwei: Erstens, dass man anscheinend nur vier Australier in physischer Top-Kondition braucht, um aus einer der potentiell unerträglichsten Darreichungsformen von Bühnenkunst, dem Mitmachtheater, ein witziges, profundes und fesselndes Erlebnis zu machen, bei dem unter anderem gekocht, Shakespeare vorgetragen, ein Bein teilweise enthaart, meditiert, Bingo gespielt und ein Mini-Rave veranstaltet wird. Und zweitens, dass das Laufband sich zu einem der bedeutenderen Theaterrequisiten der Gegenwart mausert.
TheaterFit fürs Leben
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Bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen braucht das Kollektiv „Pony Cam“ Hilfe aus dem Publikum. Es zeigt sich: Wenn unendliche To-Do-Listen und Mitmachtheater zusammenkommen, entsteht Gemeinschaftsgefühl.
Von Alexander Menden
