MeinungStadtbild-Debatte:Der Bundeskanzler wollte was mit Migration sagen. Nur was?

Essay von Nils Minkmar

Lesezeit: 5 Min.

Friedrich Merz lässt die Republik nach seinen Aussagen rätseln.
Friedrich Merz lässt die Republik nach seinen Aussagen rätseln. (Foto: Markus Schreiber/AP)

Mit seiner „Stadtbild“-Aussage versagt Friedrich Merz auf dem zentralen Feld der Politik: der Sprache. Das ist beunruhigend.

Wer eine Ahnung davon haben will, wie sich im späten Mittelalter der sogenannte „Hof der Wunder“, also die Slums im Stadtzentrum von Paris, angefühlt haben, kann einen Spaziergang rund um die Hauptbahnhöfe von Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf unternehmen und sich im Görlitzer Park in Berlin umschauen, es gibt noch viele andere solcher Orte. Szenen voller hilfsbedürftiger Menschen, Gaunern, Opfern, Profiteuren. Vielleicht hat der Bundeskanzler derlei offene Drogenszenen gemeint, als er seine Äußerung vom problematischen Stadtbild tätigte. Vielleicht aber auch nicht, vielleicht meinte er Shisha-Bars und Dönerläden, junge Frauen mit Kopftuch oder Familien, die im Park grillen.

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