Es braucht zwei Anläufe, um mit Bülent Ceylan zu sprechen. Beim ersten Versuch legt das Videocall-Programm Gewerkschaftsstechuhr-genau nach Ablauf der eingestellten Zeit auf. Mitten im Satz. Dafür wird man sich ein paar Tage später arg verplaudern. Zuletzt konnte man den Komiker an der Staatsoper Berlin sehen. In Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ übernahm er die Sprechrolle des Bassa Selim. „Wie virtuos der hier die Rollen vertauscht, mal Mozarts Bassa Selim, dann wieder Bülent Ceylan als kritisch-ironischer Beobachter unserer Gegenwart (...), das versetzt die Aufführung in die animierende Spannung von Fragen, von Gegensätzlichkeit, auch heiterer Absurdität“, schrieb der Kritiker der SZ. Am 11. September veröffentlicht der Komiker außerdem sein zweites Metal-Album. „B.L.N.T.“ heißt es und man merkt ihm durchaus an, dass Musiker wie der famose Gitarrist Christian Neander (Selig) mitgewirkt haben.
Pop„Halten Sie sich von den Arschlöchern fern“
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Bülent Ceylan: „Dass jemand eine bestimmte Partei wählt, würde mir noch nicht genügen, um den Kontakt abzubrechen.“
Stefan HeilemannKomiker Bülent Ceylan hat in einer Oper mitgespielt und veröffentlicht jetzt sein zweites Metal-Album. Über Buhrufe, Leck-mich-Tage und weitere Erkenntnisse zwischen Mozart und „Motörhead“.
Interview von Jakob Biazza
