Arbeitsbedingungen am Theater:Gute Kunst kann auch fair entstehen

Arbeitsbedingungen am Theater: "StoppNVFlatrate" heißt die Parole: Künstlerisch Beschäftigte am Staatsschauspiel Dresden kämpfen im Zug der Gewerkschaftsproteste für ein verbessertes Arbeitszeitmodell, zum Beispiel mit mehr Ruhezeiten zwischen Proben und vor Vorstellungen.

"StoppNVFlatrate" heißt die Parole: Künstlerisch Beschäftigte am Staatsschauspiel Dresden kämpfen im Zug der Gewerkschaftsproteste für ein verbessertes Arbeitszeitmodell, zum Beispiel mit mehr Ruhezeiten zwischen Proben und vor Vorstellungen.

(Foto: Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA))

Weil die Arbeitsbedingungen am Theater für viele eine Zumutung sind, gehen die Bühnengewerkschaften auf die Barrikaden. Sie fordern mehr Planbarkeit und familienfreundlichere Probenzeiten.

Von Peter Laudenbach

Im Februar dürften sich die Theaterbesucher in vielen deutschen Städten vor und nach der Vorstellung ein wenig gewundert haben. Sie erlebten eine so charmante wie in ihrer Öffentlichkeitswirksamkeit clevere Arbeitskampfmaßnahme der Theaterkünstler. Vor der Staatsoper Hannover und dem Schauspiel Köln, vor der Berliner Schaubühne, dem Theater Konstanz und zahlreichen anderen Bühnen verteilten Schauspielerinnen und Schauspieler, Regieassistenten und Musikerinnen 130 000 Protest-Flyer an das Publikum. An einigen Theatern konnten die Schauspieler nach dem Schlussapplaus eine kurze Resolution verlesen. Prominente Schauspieler wie Ulrich Matthes ließen sich mit einem großen X aus knallgelbem Klebestreifen fotografieren, dem Symbol der Kampagne mit der etwas kryptischen Parole: "StoppNVFlatrate".

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