Bücher des MonatsNicht nur für Bugatti-Fahrer

John le Carrés Empörung über die britische Politik hat einen fabelhaften Thriller hervorgebracht, Rüdiger Safranski befragt Friedrich Hölderlin und Tonio Schachinger hat den besten ersten Satz der Saison geschrieben.

Aus der SZ-Redaktion

Peter Handke - Gerechtigkeit für Serbien

Das absolut beherrschende Literaturthema des Monats war ein Wiedergänger aus den neunziger Jahren. Der Literaturnobelpreis 2019 ging an Peter Handke und sofort war eine Frage wieder da: Desavouiert seine Parteinahme für Serbien und die serbische Politik im Jugoslawienkrieg sein ganzes Werk? Härtester Gegenvorwurf von Handke selbst und auch seinen Apologeten an seine erbitterten Kritiker: Sie hätten ihn nicht genug gelesen. Und so gerieten, neben manchen Handke-Klassikern wie dem "Wunschlosen Unglück" oder "Mein Jahr in der Niemandsbucht", seine Serbien-Texte wieder auf die Leselisten, vor allem jener, der 1996 in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Gerechtigkeit für Serbien" abgedruckt worden war.

Hier können Sie Peter Handkes Text "Gerechtigkeit für Serbien" nachlesen, hier eine Analyse der Debatte von Lothar Müller.

30. Oktober 2019, 20:422019-10-30 20:42:09 © SZ.de/tmh/luch