Carolin Emcke: Gegen den Hass

Woher rühren Hass, Fanatismus und politische Gewalt? Mit diesen Fragen setzt sich Carolin Emcke in "Gegen den Hass" auseinander. In ihrem Essay geht es der diesjährigen Friedenspreisträgerin ebenso darum, die Angst vor dem Andersartigen zu beleuchten wie ein Lob auf die Vielfalt auszusprechen. In der Jurybegründung heißt es, Carolin Emcke appelliere "mit analytischer Empathie" an das Vermögen aller, "zu Verständigung und Austausch zurückzufinden". Ihre Aufmerksamkeit gelte Momenten und Situationen, in denen das Gespräch abzubrechen drohe. In ihrem Buch folgt sie einem Credo, das sie auch in ihrer Dankesrede in der Frankfurter Paulskirche formulierte: "Wir dürfen uns nicht sprachlos machen lassen."

19. Dezember 2016, 10:002016-12-19 10:00:51 © SZ.de/cag/luc