Brahmstage Spannendes Programm

Konzertreihe in Tutzing findet zum 21. Mal statt

"Tutzing ist weit schöner, als wir uns neulich vorstellen konnten", schrieb Johannes Brahms im Mai 1873 an seinen Freund, den Dirigenten Hermann Levi. Er hatte sich im Gasthaus Amtmann eingemietet, zahlte für Zimmer und Schlafkammer 25 Gulden und komponierte einen Sommer lang am Starnberger See. Eine gute Gelegenheit zu überprüfen, ob der Ort tatsächlich so schön ist, wie ihn der Komponist empfand, bieten alljährlich die Tutzinger Brahmstage.

Das 20-jährige Bestehen der Konzertreihe lieferte im Vorjahr den Grund, in fünf Konzerten nur Brahms zu spielen. Heuer dürfen auch andere Komponisten wieder mitmischen. Zum Auftakt in der Evangelischen Akademie (14.10.) bieten Pianist Martin Stadtfeld und das Klenke Streichquartett neben dem Namensgeber auch Bach und Schumann. Am selben Ort sind eine Woche später (21.10.) Klarinettist Roman Gerber und das Goldmund Quartett mit Klarinettenquintetten von Mozart und Brahms zu hören. Aufschlussreich könnte das Gesprächskonzert werden, in dem Elke Heidenreich die Beziehungen zwischen Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms beleuchtet; dazu musiziert das Trio Vivente (28. 10.). Für Brahms-Fans lohnend ist der Interpretationsvergleich, den eine Filmmatinee ermöglicht: Geboten werden Konzert-Mitschnitte der 3. Sinfonie F-Dur unter der Leitung berühmter Komponisten. Nicht fehlen darf natürlich der Liederabend, in diesem Jahr mit Sopranistin Andrea Jörg und Julian Riem am Klavier (17. 10.).

21. Tutzinger Brahmstage, So., 14., bis So., 28. Okt., div. Spielorte