LiteraturSansal rechnet mit seinen Unterstützern ab

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„Hier verbrennt man keine Bücher“, schreibt Boualem Sansal über Algerien. „Man kann das besser: man beerdigt Schriftsteller.“
„Hier verbrennt man keine Bücher“, schreibt Boualem Sansal über Algerien. „Man kann das besser: man beerdigt Schriftsteller.“ JOEL SAGET/AFP

Ein Jahr lang saß der Schriftsteller Boualem Sansal in einem algerischen Gefängnis, als politischer Häftling des Regimes. In seinem ersten Buch nach der Haft gilt seine Kritik nun seinem Exilland Frankreich – und alten Freunden.

Von Oliver Meiler

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Boualem Sansal sagt von sich, er gerate schnell in Rage. In seinen Urteilen sei er auch schon mal brutal. Nun ist sein Buch über seine einjährige Haft in einem algerischen Gefängnis da, broschiert, 250 Seiten, eingefasst ins helle Gelb seines neuen Verlags Grasset. Und man kann sagen, dass der frankoalgerische Schriftsteller darin beides ist: in Rage und brutal. Und boshaft dazu. Aber natürlich auch leidenschaftlich und kämpferisch. Der Text ist ein reißender, ständig überbordender Fluss. Er hat ihn nach seiner Befreiung in nur vierzig Tagen geschrieben, und das merkt man ihm an.

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