Literatur„Ich kann nicht mit dem Gedanken leben, begnadigt worden zu sein“

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„Niemand befragt mich mehr zu meinen Büchern, nur noch zur Politik“: Boualem Sansal.
„Niemand befragt mich mehr zu meinen Büchern, nur noch zur Politik“: Boualem Sansal. Joel Saget, AFP

Ein Jahr lang saß der Schriftsteller Boualem Sansal in Algerien im Gefängnis. Dann wurde er entlassen – dank deutscher Hilfe. Bei einem Besuch in Berlin holt er schon Schwung für die nächsten Kämpfe.

Von Sonja Zekri

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Das Erste, was an Boualem Sansal auffällt, sind seine Haare. Fein, silbrig und – kurz. Kein Gefängnishaarschnitt, aber auch nicht jener ungebändigte Zopf aus der Zeit vor seiner Haft in Algier. Andererseits sollte die Beamtenfrisur niemanden täuschen: Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, eine kleine, schmale Erscheinung mit ausgreifenden Gesten und funkelnden Augen, wirkt beim Treffen in Berlin zwei Monate nach seiner Freilassung durchaus nachdenklich, aber in den entscheidenden Fragen kämpferisch wie immer.

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