Bornhagen und die AfD Macht Björn Höckes Haus aus einem Dorf ein "braunes Nest"?

Morius Enden und Jenni Moli, Mitglieder des Künstlerkollektivs Zentrum für Politische Schönheit, vor dem Stelenfeld nahe dem Grundstück von AfD-Politiker Höcke.

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Ein Besuch in Bornhagen, wo 80 Flüchtlinge genauso zur Dorfgemeinde gehören wie AfD-Rechtsaußen Höcke - und sich die Bewohner vor allem über die Kunstaktivisten des ZPS ärgern.

Von Ulrike Schuster

Oben streckt sich die Burg Hanstein in den Himmel, im Tal fließt die Werra. Tobias Knauf macht mit gestrecktem Arm einen Kreis, streift links die Bäume Thüringens, rechts die Bäume Hessens. Was mal Grenzstreifen war, ist heute alles schön, alles grün. Die Sonne scheint. Ein Postkartenmoment. Knauf, 35, Metzgermeister, sagt: "Das soll Deutschland mit Bornhagen verbinden." Bornhagen solle die "Perle des Eichsfelds" sein. Nicht das Höcke-Dorf.

Das ist es aber gerade. Bornhagen ist das "braune Nest", seit das Zentrum für ...