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Rechtsstreit um "Borat":Die Geschichte von Judith

Judith Dim Evans in ihrer umstrittenen Szene aus „Borat Subsequent Moviefilm“, gedreht in der Synagoge Temple Kol Emeth in Georgia.

(Foto: Borat Subsequent Movie/Amazon Prime)

Eine jüdische alte Dame umarmt die antisemitische Kunstfigur "Borat" in einer Synagoge in Georgia. Eine große Szene - mit einem Nachspiel.

Von Johanna Adorján

Die Frau am Telefon ist stinksauer: "Sacha Baron Cohen ist kein guter Mensch, und wenn es einen Himmel gibt, so bin ich sicher, dass meine Mutter sehr aufgebracht ist." Michelle Dim-St. Pierre ruft aus dem US-Bundesstaat Georgia an. Ihre Mutter ist in Cohens neuer Komödie "Borat 2" in einer wichtigen Szene zu sehen, der Film ist ihr sogar gewidmet. Am Schluss, wenn die Abspanntitel gelaufen sind, ist ein Schwarz-Weiß-Foto von ihr eingeblendet. "In Widmung an Judith Dim Evans, 1932 - 2020" steht dabei. Und ein Zitat von ihr: "Ich fühle mich verpflichtet, ein guter Mensch zu sein und der Welt Gutes zu bringen. Das schulden wir den Toten."

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