LiteraturWäre Chat-GPT traurig, wenn ich sterbe?

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Schriftstellerin Bora Chung: „Ich sollte schreiben, aber meistens demonstriere ich.“
Schriftstellerin Bora Chung: „Ich sollte schreiben, aber meistens demonstriere ich.“ HyeYoung

Mit skurrilen Geschichten ist die südkoreanische Literatur auch in Deutschland zum Phänomen geworden: Bora Chung erzählt in ihrem neuen Band „Dein Utopia“ von einer nahen Zukunft, in der die Maschinen menschlich werden.

Von Thore Rausch

Sie hatten uns Flugtaxis versprochen, ein Metaversum, ein einfacheres Leben. Stattdessen produzieren die Tech-Giganten dieser Welt lieber Kampfdrohnen, halluzinierende Chatbots und KI-Videos, in denen Katzen ihre Ehepartner betrügen. Das Leben im Technologiezeitalter ist bislang einigermaßen deprimierend, und wer in der U-Bahn vom Handy hochschaut, könnte gar auf die Idee kommen, der Fortschritt würde uns alle einsamer machen. In dieser Zeit, in der Pessimismus in Mode gekommen ist, nennt Bora Chung ihre neuen Techno-Zukunftserzählungen hoffnungsvoll anachronistisch „Dein Utopia“.

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