Als David Szalay vor einigen Wochen in Frankfurt auf der Buchmesse im Gespräch mit der SZ gefragt wurde, wann denn der Booker Prize verliehen würde, sagte er leise und nüchtern: „Ich könnte jetzt so tun, als wüsste ich es nicht. Aber ich weiß es. Am 10. November.“ Weil natürlich niemand so frei von Eitelkeiten ist, wie man es gern wäre. Weil die Bestätigung durch Preise niemandem so egal sein kann, wie es angenehm wäre. Nicht einmal einem Autor. Oder vielleicht erst recht keinem Autor.
Booker PrizeWas in dieser Geschichte fehlt, überzeugte die Jury
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Der britisch-ungarische Autor David Szalay erhält für den Roman „Was nicht gesagt werden kann“ den Booker Prize. Er erzählt darin genial knapp an den Traumata seines wortkargen Helden vorbei.
Von Christiane Lutz
