TheaterAlles nicht so schlimm

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Roboter oder Mensch ist hier ein bissel egal: Henriette Nagel als Elisabeth und Steffen Link als Oberpräparator.
Roboter oder Mensch ist hier ein bissel egal: Henriette Nagel als Elisabeth und Steffen Link als Oberpräparator. Arno Declair

Selten war eine Dystopie so freundlich versponnen: Vage inspiriert von Ödön von Horváth inszeniert der deutsch-koreanische Autor und Regisseur Bonn Park am Münchner Volkstheater „Glaube Liebe Roboter“.

Von Egbert Tholl

Ein Labor. Was Daniela Zorrozua im Münchner Volkstheater gebaut hat, schaut ein bisschen aus wie aus einem „James Bond“-Film aus den Sechzigerjahren: ein paar blinkende Computer, ein bisschen Gerümpel, an den wie aus Malachit marmorierten Wänden sind Räder zum Drehen. Mit diesen kann man das Tor hinten öffnen, eine Stahlwand fährt dann knirschend hoch. Über dem Tor, wenig praktisch, da in sechs Meter Höhe, ein Notfallknopf nebst Hammer. Irgendwo in der Wand ein Schlitz, aus dem später ein langer Papierwurm wie aus einem alten Faxgerät herauswurmen wird. Dazu seltsame Ausstellungsgegenstände, in einem Regal 24 Herzen und 12 Totenschädel, in Glasvitrinen eine hängende Kuh, ein Wesen mit zwei Köpfen und etwas, was ein Mensch sein könnte. Das Labor ist ein anatomisches Institut.

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