TheaterEndlich richtig ausrasten

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Der Politiker Romeu (Ole Lagerpusch) hält am Ende des Stücks „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ einen langen, rechtspopulistischen Monolog.
Der Politiker Romeu (Ole Lagerpusch) hält am Ende des Stücks „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ einen langen, rechtspopulistischen Monolog. Armin Smailovic

In Bochum behindern Zuschauer einen Schauspieler, weil er einen Faschisten spielt. Eine Theaterproduktion ist aber kein ideologisch und politisch abgeschirmter Raum – und soll das auch nicht sein.

Von Alexander Menden

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Seine Frau habe zwei Bananen mitgebracht, erzählt ein älterer Herr im Foyer des Bochumer Schauspielhauses. Zum Essen? „Nein, zum Schmeißen!“ Sie kämen sonst nicht mehr her, sagt er. Intendant Johan Simons setze halt nie „was zum Lachen“ auf den Spielplan. Aber seine Frau hatte noch eine Gutschrift, die lösen sie heute ein. Denn die Produktion der Regisseurin Mateja Koležnik, die an dem Abend zum dritten Mal vor ausverkauftem Haus gegeben wird, die ist schon interessant: „Vor allem die letzten 15 Minuten.“ Davon wisse man ja aus der Presse. „Da kann das Publikum anscheinend richtig ausrasten!“

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Theater als Debattenraum
:Mehr Dialog, bitte

Das politische Theater ist viel zu selbstgerecht geworden. Anstatt das Publikum mit wohlfeilen Demo-Parolen zu belehren, sollte man es ernst nehmen. Und auch unliebsame Gedanken auf die Bühne bringen.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

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