FilmWas für ein Trip

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Wasser muss in die Wüste, genauer gesagt in die Ténéré, im Norden Nigers: Szene aus „Blaue Wüste“.
Wasser muss in die Wüste, genauer gesagt in die Ténéré, im Norden Nigers: Szene aus „Blaue Wüste“. Wolf Gaudlitz/Solofilm

Der Regisseur Wolf Gaudlitz erkannte im wilden Schwabing, dass er keine Lust auf „bürgerliche Scheiße“ hat. Also zog er in die Wüste und drehte einen irren Film, den er dann mehr als 30 Jahre im Keller verwahrte. Jetzt hat er ihn wieder rausgeholt.

Von Josef Wirnshofer

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Eines der größeren Rätsel dieses an Rätseln nicht gerade armen Films ist, warum Wolf Gaudlitz ihn ein halbes Leben lang unter Verschluss hielt. Warum er „Blaue Wüste“ 34 Jahre lang nicht zeigte, ihn verpackt und verborgen hielt, irgendwo in einem Keller in München. Als er seine aberwitzige Parabel vom Versuch, Wasser in die Wüste zu tragen, 1992 fertiggestellt hatte, lief der Film nur einmal, beim Filmfest München. Damals, sagt Gaudlitz, wurde applaudiert, aber auch gebuht. Untrüglicher Schluss des Künstlers: Die Zeit ist noch nicht reif. Warte zehn Jahre, dachte er.

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